Urlaub April- Mai 2018

 

Dieses Jahr ging es wieder nach Kroatien. Wieder fuhren wir in das Haus von HRX nach ZAGVOZD. Im Gegensatz zu letztem Jahr machten wir uns aber diesmal mit dem Auto auf den Weg, das Motorrad kam auf den Hänger.

 

Vorbereitungen

 

In diesem Jahr konnte ich mich nicht so ausführlich auf die Reise vorbereiten, da ich am Wochenende vor dem Start noch zu JJ in den Taunus fuhr. Damit mußte ich mein Auto und den Hänger in der Woche vor der Abreise nach der Arbeit vorbereiten. Das ging auch ganz gut. Freitag sollte dann nur noch das Motorrad auf den Hänger und der Rest eingepackt werden- Sonnabend um 05:00 Uhr sollte es los gehen.

Und das Aufladen der großen und schweren Varadero auf den Anhänger ging auch dank der von mir gebauten Hilfen ohne Probleme.

 

Willkommen in der digitalen Welt

 

Ich hatte meinen nagelneuen Golf Ostern in Wolfsburg erst abgeholt. Beim Kontrollieren der Elektrik am Anhänger war ich dann auch in der digitalen Welt angekommen. Ich schaltete den Blinker auf LINKS und der Anhänger blinkte rechts. Andersherum das gleiche Spiel, der Anhänger blinkte in die falsche Richtung. Auch wenn ich Licht anmachte, leuchtete er auch- aber mit den völlig falschen Leuchten. Hatten die den Golf falsch angeschlossen? Der Hänger konnte nicht kaputt sein, mit dem war ich ja erst Ende 2017 in Kroatien gewesen und anschließend im Januar beim TÜV. Leichte Panik kam auf- muß ich jetzt (Freitag um 15:30 Uhr) noch mal bei VW vorbei? Wer weiß ob da noch jemand ist, der mir helfen kann? Was machen?

Der Wohnwagen steht im Garten, mit dem könnte ich noch mal überprüfen, ob der Hänger oder das Auto einen Fehler hat. Also rückwärts an den Wohnwagen und den Golf angeschlossen. Alles funktioniert so wie es soll. Wie jetzt, warum spinnt der Lastenanhänger?

Wieder zurück zum Anhänger und alles angeschlossen. Und siehe da, alles funktioniert. Erleichterung! Und mir fällt ein, als ich den Hänger angehängt hatte und auch erstmals die Elektrik, war mir das Auto abgesoffen. Im Display zeigte sich eine Fehlermeldung, die aber nach Neustart wieder verschwand. War da der Fehler entstanden, so daß die Bordelektronik die Lichter falsch ansteuerte. Na auf jeden Fall mußte ich jetzt nicht erst die Kontakte am Hänger umbauen und das Beladen konnte weiter gehen.

 

1. Sonnabend, 28.04.2018

 

 

Kurz nach 5 rollten wir los. Wir kamen gut voran, erst an der Grenze von Slowenien nach Kroatien standen wir eine Stunde. Ich freute mich, daß die Klimaautomatik im Golf für angenehmes Raumklima sorgte, im Bus hätten wir mit der Wärme zu kämpfen gehabt. So waren wir ganz entspannt und kamen nach ca. 14 Stunden auch an unserem Ziel in ZAGVOZD an.

Hier wartete schon mein Kumpel HRX, dem das Haus gehört, auf uns. Nach einem herzlichen Willkommen half er mir das Motorrad abzuladen und das Gepäck uns Haus zu bringen. Wahnsinn was wir alles mithaben, letztes Jahr sind wir nur mit Motorrad hier gewesen, da war alles Gepäck in den 2 Koffern von der Varadero.

 

Er hatte es sich nehmen lassen und für uns was zum Grillen besorgt. Er übernahm auch das Grillen und wie beim letzten Mal schmeckte es wieder super. Diesmal hat er Rotwein auch eigener Herstellung besorgt, der auch sehr gut ist.

 

 

So vergeht der Abend mit Essen, Trinken und viel erzählen und dann mußte er sich auch schon verabschieden. Ein schöner Abend ging viel zu früh zu Ende.

 

1. Sonntag, 29.04.2018

 

Heute sind Regina und ich noch alleine, abends kommen aus MIMBERG noch Marcus und Heike. Wir standen etwas später auf, auch ich konnte bis nach 08:00 Uhr schlafen. Nach einem gemütlichen Frühstück machten wir einen Rundgang durch das Dorf und tranken einen Cappuccino. In diesem Kaffee gibt es WLAN, so daß ich Marcus sagen konnte- wenn was ist, dann ruf an, ich habe kein Internet.

Anschließend räumten wir noch ein bißchen unsere Sachen zusammen, ich suchte mir die Actioncams zusammen und dann aßen wir noch eine Kleinigkeit, bevor wir uns auf den Weg nach Split zu HRX machten.

 

Hier hatten wir ausgemacht, daß wir auf einen kurzen Kaffee vorbei kommen. Ca. 15:00 Uhr waren wir bei ihm und machten mit unseren kleinen Mitbringseln allen eine Freude. Die Playmobilsachen, die ich im Internet bestellt hatte kamen auch gut an. Sandra freute sich auch sehr uns zu sehen, bereitete leckeren Cappuccino und einen Eisbecher.

 

Da ich mit meinem Handy keine Internetverbindung bekam, ging ich mit HRX noch in einen Kiosk und kaufte eine SIM-Karte. Mit der konnte ich dann mit meinem alten HTC-Smartphone (das war mein 1. was ich hatte) ins Internet.

Ich bin jetzt nicht so angewiesen auf Internet. Aber ohne Internet mußte man anders planen- so navigiert z.B. Google-Maps ohne Internet nur bescheiden, man kommt nicht an die letzten Ziele ran… Das ist alles auf Internetverbindung ausgelegt, und wenn man dann kein hat, wird es teilweise kompliziert. Vielleicht muß ich doch mal meinen Anbieter wechseln, es ist ja nicht das erste mal, daß ich im Ausland Probleme habe.

Marcus teilte mir mit, daß er nicht wie geplant 18:00 Uhr sondern eine Stunde früher da sein würde. Sie waren doch mit dem VW Bus gefahren, somit konnten sie schneller fahren als wenn sie mit Anhänger unterwegs gewesen wären.

So machten wir uns also von HRX auf den Weg, nahmen diesmal die Autobahn. Nach 45 Minuten waren wir in ZAGVOZD zurück. Bei der Durchfahrt durch das Zentrum sahen wir die beiden in einem Kaffee sitzen und winken. Also Bremse rein und dort einchecken. Nach einem herzlichen Hallo blieben wir noch etwas sitzen und tranken zusammen was.

Der erste gemeinsame Abend verging dann wie im Fluge.

 

1. Montag, 30.04.2018

 

 

Nach einem gemeinsamen Frühstück machten wir uns auf die 1.Tour. In MAKARSKA tankten wir und in OMIS gab es den ersten Cappuccino des Tages.

Die anschließende Fahrt durch den CETINA CANYON hatte dann wieder ein wenig abenteuerliches in sich. Die Straße war irgendwann gesperrt. Wir versuchten es trotzdem und kamen noch einige Kilometer ohne eine Behinderung. Dann war aber die Straße durch Baufahrzeuge blockiert. Als uns die Bauarbeiter sahen zeigten sie uns gleich einen Weg durch den wir die Stelle durchqueren konnten. Das war echt toll, ich glaube nicht, daß so was bei uns möglich ist.

 

Weiter ging es zu einem großen Stausee in der Nähe von IMOTSKI. Die Aussicht auf den See war sehr eindrucksvoll. 

Weiter ging es zu einem kleinen Supermarkt, an dem wir uns ein paar Kleinigkeiten zum Mittag kauften. Mir reichte ein Stück Brot, eine kleine Büchse Wurstpaste und eine Cola.

 

Diese Sachen verspeisten wir dann am 2. bunten See in IMOTSKI an einem Tisch, direkt im Schatten und mit einem kühlen Wind sehr angenehm temperiert.

Anschließend ging es nach Hause.

 

1. Dienstag, 1.05.2018

 

Tagesziel war in Bosnien ein großer Stausee. An der Grenze wollten sie unbedingt die GRÜNE KARTE sehen, aber keine Fahrzeugpapiere. Das fand ich echt merkwürdig, weil auch keiner auf das Kennzeichen schaute.

 

Der Stausee war groß, die Straßen die wir fuhren machten Spaß, die Landschaft für uns ungewöhnlich und beeindruckend.

Nach einem Kaffee in einer Stadt hatten wir anscheinend neue Freunde gefunden. Der Wirt konnte kein englisch oder deutsch und konnte mir unser Frage, ob wir EURO bezahlen können überhaupt nichts anfangen. Aber sofort sprang ein Gast ein, klärte das positiv mit dem Wirt und übersetzte ihm auch die Bestellung. Der Cappuccino war gut, wir saßen im Schatten und damit paßte wieder alles. Wir zahlten für 4 Kaffeegetränke und 1 Cola nur 4 Euro. Das ist sehr preiswert gewesen.

 

Weiter ging es auf unser Tour. Bei kräftigem Wind bewegten wir uns eine Weile auf ca. 1000m Höhe. Die Straßen waren nach unserem Geschmack und schließlich versuchten wir wieder zurück nach Kroatien zu kommen. Das erwies sich als nicht so leicht. Wir wurden 2 mal auf andere Grenzübergänge verwiesen, weil die von uns angefahrenen nur für Einheimische waren. Auf kleinsten Straßen, die auch ein paarmal in Sackgassen endeten, suchten wir nach einem Übergang, der uns wieder in die EU lassen würde. Schließlich fanden wir einen und hatten die EU-Außengrenze passiert.

 

Nach einem weiteren Kaffee- und Tankstopp endete die heutige Tour. 

So waren wir rechtzeitig zurück, denn Frank und Ullu vom KLE- Forum hatten sich für heute noch angemeldet. Sie kamen dann auch und es wurde ein sehr lustiger Abend.

Den verbrachten wir aber nicht alleine. Unser Vermieter und Kumpel HRX hatte uns zum Grillabend eingeladen. Er brachte einen Berg an allem möglichen Fleisch mit und grillte es für uns. Ein Kumpel von ihm kam auch noch und half ihm beim Grillen. Er war dann auch noch beim Essen dabei, konnte ein bißchen deutsch und sich somit mit uns verständigen.

 

Nach dem Essen saßen wir noch zusammen, HRX blieb auch recht lange, obwohl er noch zurück nach SPLIT mußte. So verging der Abend mit viel zu viel Fleisch und sehr lustiger Stimmung.

 

1. Mittwoch, 02.05.2018

 

 

Heute war der SVETI JURE, ein 1700m hoher Berg, das Ziel. Den Berg sieht man vom Ferienhaus aus, Luftlinie sind es nur 6 km. Aber wenn man auf offiziellen Straßen dorthin gelangen will, kann man 80km fahren. Der Weg dorthin führte uns über richtig schöne Straßen. Nachdem wir den Eintritt für den Nationalpark bezahlt hatten, machten wir uns an die letzten 23 km. Diese fanden alle richtig gut, die Aussicht ist auf der Straße abwechslungsreich und beeindruckend. Diesmal fanden Regina und ich die Straße nicht so fordernd, da es nicht so extrem windig war. Oben angekommen machten wir eine längere Pause und konnten sogar noch Schneereste sehen. 

Es kamen viele weitere Motorräder dort oben an, alle aus Polen. Anscheinend haben die Polen diesen Teil Kroatiens auch für sich entdeckt, es waren auch viele PKW unterwegs mit polnischem Kennzeichen. Ein Pole legte seine recht neue Suzuki V-Strom ab, scheppernd ging sie zu Boden, er hatte Glück daß es nicht darunter eingeklemmt wurde. Ich war schnell bei ihm und konnte beim Aufrichten helfen.

 

Die Abfahrt eröffnete ganz andere Aussichten und trotzdem wir gleiche Strecke nach Hause fuhren machte sie noch mal richtig Spaß. Zu Hause angekommen machten wir Pause, bis wir uns 16:15 auf den Weg nach SPLIT machten. Hier findet Mittwoch immer das wöchentliche KLE- Treffen statt. Vorher gingen wir noch was essen mit HRX. 

Nach einer Kugel Eis und einem ganz kurzen Gang durch einen kleinen Teil der Altstadt fuhren wir mit unseren Motorrädern 200m bis zum Treffpunkt und waren ein paar Minuten vor 20:00 Uhr die Ersten. Aber wir hatten noch nicht richtig abgesattelt, da kam schon Damir als 1. Kroate. Ich hatte ihn erst im Dezember getroffen und die Freude war auf beiden Seiten groß. Es kamen dann noch 3 weitere Kroaten. HRX hatte seinen Sohn abgeholt, der ganz stolz mit dem Helm unterwegs war, den wir ihm mitgebracht hatte. Und sogar Sandra kam noch, sie ist die Frau von HRX und hatte mir im Dezember so toll geholfen. Auch war jetzt mit einem motorisierten Zweirad unterwegs, sie hatte vor kurzem einen 50er Roller bekommen, mit dem sie jetzt hauptsächlich in der Stadt fährt.

Die Zeit verging wieder sehr schnell und Frank und Ullu machten sich als Erste auf den Weg, da sie am nächsten Morgen nach Hause fahren würden und noch Sachen packen mußten. Wir machten uns später auch auf den Weg. HRX zeigte uns noch den Weg zu einer Tankstelle und dort verabschiedeten wir uns- fällt immer schwer, das ist ein echter Freund!

 

Marcus und ich, zusammen mit unseren Sozias, fuhren die Küstenstraße. Die Temperaturen waren sehr warm, obwohl es schon nach 23:00 Uhr war. Bei einer kurzen PI PI-Pause zog ich wieder meinen Pulli aus. Ohne Probleme kamen wir in ZAGVOZD an und konnten noch ein bißchen zusammen sitzen.

 

1. Donnerstag, 02.05.2018

 

Frank und Ullu verabschiedeten sich an diesem Tag schon wieder, um die Heimreise anzutreten. Schade, die Zeit mit ihnen war viel zu kurz gewesen. Um 08:00 Uhr rollten sie los.

 

An diesem Tag war die Wetterlage nicht ganz klar, am Nachmittag sollte es anfangen zu regnen. Aus diesem Grund wollten unsere Mitstreiter nach SPLIT fahren und sich die Stadt genauer als am Vortag ansehen. Regina und ich fuhren mit dem Motorrad ein paar Stunden. Die von mir ausgewählte Strecke war sehr schön. Wir fuhren ein Stück in Richtung IMOTSKI und bogen dann nach Osten ab. Nun ging es kleine, später aller kleinste Straßen durch fast menschenleere Gegend. Es gab sogar eine kleine Paßhöhe, die auch solche ausgeschildert war. Dort machten wir eine Pause und jedes Auto was vorbei kam (es waren nur 4) grüßte uns durch Winken und Hupen.

Weiter ging es in Richtung PLOCE. Die Straßen wurden mit der Zeit größer, ich ließ die Varadero rollen, es machte sehr viel Spaß. Die Landschaft in der Umgebung von PLOCE ist sehr schön, große Täler mit Hügel darin, kurz vor der Stadt eine Seenlandschaft.

 

 

In PLOCE angekommen suchten wir uns ein Kaffee für eine Pause. Wir wählten eins, daß bequeme Sitzgelegenheiten aus Korb hatte. Eigentlich handelte es sich um ein Automatenkaffee, man hätte im Hinterraum spielen können. Die Bedienung war sehr nett und hübsch. Eine hatte, obwohl sie es wirklich nicht nötig gehabt hätte, ihre Oberlippe dermaßen aufgespritzt, daß es nicht schön aus sah. Ich gönnte mir noch einen zweiten Cappuccino, es war dort echt gemütlich, das Wetter angenehm, da saßen wir gerne noch etwas länger.

 Dann machten wir uns wieder auf den Weg, es sollte nachmittags ja noch Regen kommen. Die Küstenstraße in dem Bereich läßt sich wirklich schön fahren- wenig Ortschaften, schöne Kurven und immer wieder herrliche Aussicht auf Meer, Inseln und Berge. Wir kamen flott voran, für mich hätte es ruhig noch lange so weiter gehen können. Nach dem langsamen Fahren in den Bergen, wo man sich zwischen 20 und 40 km/h bewegte, war das hier eine schöne Abwechslung, so schönes Kurvenschwingen.

Wir kamen trocken in ZAGVOZD an, 10 Minuten später fing es leicht an zu regnen. Hatte ich also alles gut geplant. Nach einem recht langen Mittagsschlaf gingen wir abends noch mal in den Supermarkt bzw. fuhren mit dem Golf auch gleich Müll weg bringen (man muß hier an einem zentralen Ort am Rande des Dorfes den Müll entsorgen). Die Entscheidung die paar Meter mit dem Auto zu fahren erwies sich als richtig, da es anfing stark zu regnen. So kamen wir wieder trocken nach Hause. Und dann fing es richtig stark an zu Stürmen und zu Regnen. Die Straße vor dem Haus, die sicher 12% Steigung hat, wurde zum Flußbett- Wahnsinn, erlebt man nicht oft solche Wassermassen.

Marcus und Heike kamen dann auch wieder heil an. Sie waren mit dem Auto unterwegs gewesen und hatten damit alles richtig gemacht, denn bei dem Starkregen mit dem Sturm- fraglich ob man da trocken geblieben wäre, wenn sie doch mit dem Motorrad gefahren wären.

 

1. Freitag, 04.05.2018

 

Auch für heute sagte der Wetterbericht am Abend Regen voraus. Aber bis 18:00 Uhr sollte es trocken bleiben und so konnten wir den Tag mit einer schönen Motorradtour verbringen.

 

Wir fuhren nach PRIMOSTEN, eine Stadt zwischen SPLIT und SIBENIK, die von weitem aussieht wie DUBROVNIK in Miniatur. Der Hinweg führte uns quer durch die Berglandschaft. Viele kleine und kleinste, aber immer kurvige Straßen versüßten uns die Anfahrt, die fast 3 Stunden dauerte. Wir kamen von den Bergen runter und konnten schon von weitem den Anblick auf die Stadt genießen.

Das Befahren der Stadt, die eigentlich eine kleine Insel mit fester Landverbindung ist, ist verboten. Aber ein Parkplatz fand sich gleich am Übergang zur Stadt. Wir nahmen die Sachen von den Motorrädern, die sich nicht sichern ließen und ging in diesen schönen Teil der Stadt (PRIMOSTEN ist größer, die meisten werden aber die Insel meinen, wenn sie von der Stadt reden). Schon bald fanden wir eine Möglichkeit, direkt am Meer in einem Restaurant etwas zu essen. Das war echt toll, direkt am Wasser, vor der Sonne durch Überdachung geschützt, durch den leichten Wind angenehm temperiert. So macht das Leben Spaß! Wir aßen Menü- Regina eins mit Fischsuppe, Anchovis in Mehl paniert und gebraten, dazu einen Salat. Ich hatte eine Fleischsuppe, Cevapcici und einen Salat. Hinterher einen Cappuccino und die Zeit verging wie im Fluge.

Nach dem Essen setzten wir unseren Rundgang fort und stiegen auch hoch zur Kirche, von der man, da sie am äußersten und höchsten Punkt der Insel ist, eine schönen Ausblick auf das Meer und die angrenzende Landschaft hat.

Nun machten wir uns wieder auf den Rückweg, immer auf der Küstenstraße bis Split.

Finde den Fehler!
Finde den Fehler!

 

 

Hier bogen wir in die Berge ab und hielten noch mal auf einen Cappuccino in einer kleinen Ortschaft. Anscheinend kamen wir da in einen Junggesellenabschied, denn es stiegen viele Männer sehr ordentlich gekleidet mit Blumengesteck am Hemd aus einer Mercedes V-Klasse. Sie waren sehr lustig und laut.

Der restliche Weg nach Hause war schnell geschafft. Am Abend regnete es wieder, aber da waren wir dann schon längst beim Abendbrot. An diese Abend hatten wir dann auch die letzten Grillreste geschafft, die HRX uns hier gelassen hatte. Das war noch mal lecker.

 

2. Sonnabend, 05.05.2018

 

 

Das Wetter sollte recht unbeständig werden. Aus diesem Grund fuhren wir keine große Tour sondern wieder in die Richtung PLOCE, wieder über kleinste Straßen. Zum Teil neue, zum Teil Strecken, die ich mit Regina schon erfahren hatte. 

Wir kamen an der kroatischen Weinstraße raus, hier war alles neben der Straße mit Wein voll. Leider schlug das Wetter schon bald um und wir mußten umkehren. An einem Verkaufsstand verkauften Kinder Erdbeeren und Feigenmarmelade. Hier hielten wir und nahmen uns von jedem etwas mit.

Bei Starkregen ging es dann die letzten 36km nach Hause. Hier hingen wir erst mal alles zum Trocknen auf- meine neue PHARAO- Jacke ist auf alle Fälle dicht. Am Abend kamen dann HRX und Familie bei uns vorbei. Das wurde wieder ein toller Abend. Wir aßen und tranken zusammen und hatten eine Menge interessante Sachen zu erzählen. Als Höhepunkt holte HRX noch aus Militärbeständen für jede Familie ein Kochgeschirr raus- geiles Teil, nicht so riesig wie das deutsche.

Der Abend verging wieder viel zu schnell und sie mußten wieder zurück nach SPLIT. Wir machten auch nicht mehr zu lange, da wir am nächsten Morgen nach Montenegro wollten und in der Früh auch noch Sachen packen mußten.

 

2. Sonntag, 06.05.2018

 

Heute ging es nach Montenegro. Die eigentlich von mir geplante Tour fuhren wir aufgrund der Wetterprognose anders herum. Somit war heute die Tour mit den Zwischenzielen PLOCE, DUBROVNIK und KOTOR geplant. Endziel war der Nationalpark LOVCEN.

 

Wir hatten uns den Wecker gestellt und nach Frühstück und Sachen packen rollten wir 09:30 Uhr los. Bis PLOCE ging es durch die Berge, danach an die Küste, vorbei an DUBROVNIK.

Marcus wollte noch mal mehr an die Küste runter fahren und dort über die Grenze nach Montenegro. Die Straße vor diesem Übergang war aber gesperrt. Wir versuchten es über eine andere kleine Straße- eher Weg, der total zugewachsen war. Als es zu eng wurde und mir einfiel, daß wir uns einer EU-Außengrenze nähern- und wenn die Straße gesperrt ist vielleicht auch der Grenzübergang gesperrt ist.

Also hielt ich und versuchte Marcus durch Hupen zum Anhalten zu bewegen. Er hörte es aber nicht und fuhr den noch viel schwerer werdenden Weg bis zur Grenze. Dort schickten ihn aber die Grenzer wieder zurück und so kam er nach einer Weile wieder bei uns an.

Gemeinsam machten wir uns wieder auf den Weg und passierten die Grenze an einem offenen Grenzübergang. Die anschließende Fahrt durch ewig lange Ortschaften war langweilig, mir machte die Wärme zu schaffen. Da ständig Polizei stand und wir von den kroatischen KLE- Fahren vorgewarnt waren, hielten wir uns an die Vorgaben. Irgendwann waren wir raus aus den Ortschaften und konnten wieder ein bißchen flotter fahren. Für die Pause entdeckten wir ein tolles Kaffee, das mit Eis, Kaffee und Burek alle unsere Wünsche erfüllen konnte. Wir saßen im Schatten, gleich gegenüber war eine große Bucht, so daß man die Aussicht genießen konnte.

 

Weiter ging es bis KOTOR. Diese Stadt liegt in einer Bucht und dorthin fahren sogar große Passagierschiffe- die heute leider dort nicht ankerten. Von dieser Stadt führten Serpentinen nach oben in die Berge, von denen man tolle Aussichten auf die Stadt und die Meeresbuchten haben sollte. Wir fanden die Auffahrten und es stimmte. Die Straße machte viel Spaß, war breiter als gedacht, und immer wieder konnte man die herrlichen Ausblicke genießen. Wir hielten zweimal an und genossen es.

Leider war es an diesem Tag schon etwas spät geworden, so daß wir dann oben nicht mehr auf den höchsten befahrbaren Punkt fahren konnten. Die Strecke zum gewählten Hotel (wir hatten aber noch nicht gebucht und hofften Zimmer zu bekommen) war aber auch schön und da dort oben massiv an der Straße und den anliegenden Hängen gebaut wurde, waren wir froh Enduros zu fahren- dort war teilweise keine Straße sondern Schotter, Sand, … mit tiefen Löchern.

 

Das Hotel erwies sich als Glücksgriff. Zimmer zu bekommen war kein Problem. Diese waren dann sehr schön und groß. Das Abendbrot war sehr reichhaltig und lecker. So ging dann ein schöner Tag zu Ende. Montenegro hatte bisher alle meine Erwartungen erfüllt.

2. Dienstag, 07.05.2018

 

 

Um 08:00 Uhr treffen wir uns zum Frühstück. Das ist genauso reichlich wie das Abendbrot. Ich habe ein montenegrinisches Nationalgericht genommen- bei uns würde man Quarkkäulchen sagen, die werden hier in Honig getaucht bzw. mit Käse gegessen. Ich habe mir halb und halb gewünscht und es ist viel zu viel. Die anderen essen auch von mit.

Dann werden die Motorräder beladen und es geht wieder los. Ziel ist heute die berühmte Brücke, die im Norden des Landes über die TARA- Schlucht führt.

Ich hatte die Strecke schon am PC zuhause geplant und Marcus, da ein besseres Navi als ich, führt uns diese Strecke. Zu Beginn ist diese auf kleinsten Straßen, die Geschwindigkeiten zwischen 20 und 50 erlaubt, oft wäre es zu eng für 2 Autos gewesen. Die Landschaft ist wieder umwerfend, wir sind viele Kilometer unterwegs ohne anderen Menschen zu begegnen oder an Häusern vorbei zu kommen. Einmal mußte ich jedoch voll in die Bremse gehen, da an einem der wenigen bewohnten Häuser sich eine Bande Ziegen auf die Straße wagte, als wir vorbei kamen. Kurzer Schreck, aber alles gut gegangen.

 

An einem großen Stausee machen wir die erste Pause des Tages. 

An der einen Seite des Sees sahen wir die lange Staumauer. Über diese fahren wir dann auch später rüber- sie war nicht allzu hoch, aber bestimmt einen Kilometer lang. Auf ihr wehte ein sehr kräftiger Wind. Marcus nahm dann eine kleinere Straße zum nächsten Zwischenziel. Die Landschaft änderte ihr Aussehen, hatte eher was von hochalpin, aber war nicht so hoch. Aber wir waren nicht mehr in Wäldern unterwegs, es sah aus wie in den Alpen- Berge ohne Bäume, angekündigte Skigebiete, kalter Wind- sehr interessant anzuschauen und gut zu fahren, weil praktisch kein Verkehr war.

Der weitere Verlauf unser Tour verlief erst mal auf einer großen Straße, auf der dann auch mehr Verkehr war. Nach dem Tanken bogen wir wieder in menschenleere Bereiche ab. Hier war über viel Kilometer die Straße praktisch nur einspurig, weil von den Hängen neben der Straße viel Geröll und große Steine auf die Fahrbahn gerutscht und gefallen war. Man mußte aufpassen nicht mit dem Motorrad darüber zu fahren. Auch der viele auf die Straße geschwemmte Schotter brauchte die ganze Aufmerksamkeit- auch wenn ich mit meinen MITAS E 07 keinen einzigen Rutscher hatte- für solche Straßenverhältnisse sind sie gemacht und deshalb fahre ich sie so gerne.

 

Bei einer Pause bekamen wir Besuch von 3 Jungs, die oberhalb unseres Pausenplatzes wohnten. Die waren so aufgeschlossen, einer konnte ein ganz kleines bißchen englisch. Ansonsten ging es mit Händen und Füßen. Leider hatten wir nichts mit, womit wir ihnen eine Freude machen konnten, aber ein paar Bilder, die wir ihnen dann auch auf den Apparaten zeigten, erfreuten sie sehr. Als wir uns eigentlich schon verabschiedet hatten kam einer von ihnen noch mal runter mit einem kleinen Schaf, daß wir mal streicheln konnten.

Leider fing es dann auf dem letzten Stück zur Brücke über die TARA- Schlucht an zu regnen. An der Brücke angekommen machten wir direkt mit Aussicht auf diese eine Pause, tranken unseren Kaffee und bewunderten das Bauwerk, über das sogar 40 Tonner fuhren. Leider wurde der Regen noch kräftiger und so zogen wir dann für die letzten 20km zum Hotel doch unsere Regensachen an.

Das Hotel fanden wir gut und waren sehr angenehm überrascht. Ein Kellner, der perfekt deutsch sprach und das nur mit TV schauen geschafft hatte. Er zeigte uns die Zimmer- für 15 Euro pro Person inklusive Frühstück ein Traum, und dann ein tolles Abendbrot mit von ihm empfohlenem Rotwein (ganz dunkel, eigentlich schon schwarz), sowie einigen Likören und Schnäpsen. Er empfahl uns immer wieder einen neuen- einfach lecker. So muß ein Kellner arbeiten, das kurbelt den Umsatz an und macht die Kunden froh. Damit war der 2. Tag mit vielen schönen Ereignissen und Landschaften auch vorbei.

2. Dienstag, 08.05.2018

 

 

Das Frühstück war wieder sehr reichlich. Die Teigteilchen- heute waren sie aber noch größer- gab es anscheinend für alle, denn keiner hatte sie bestellt. Die anderen 3 hatten wieder Omeletts und Rührei, ich hatte einen montenegrinischen Palatschinken, der mit Schinken und Käse gefüllt war. Dazu gab es eine Art saure Sahne, aber fester als bei uns und saure Gurken. Die Palatschinken waren eingerollt und schön knusprig- wahrscheinlich mit Semmelbrösel paniert und dann gebraten bzw. frittiert. Lecker, aber alles wieder viel zu viel.

Die Tour führte uns dann wieder in Richtung Süden nach SAVNIK. Hier ging eine Straße weg, die wir am Vortage runter gekommen waren- eine Kurve geiler als die andere. Diesmal ging es Berghoch- wir ließen die Varaderos im Gleichklang fliegen.

Kurz nach dem wir auf die kleine Straße abgebogen waren, die uns nach Bosnien- Herzegowina führen sollte, kam uns eine Gruppe Motorradfahrer entgegen, die wild gestikulierte. Wir hielten an und sie klärten uns auf, daß der Grenzübergang nicht offen ist. Schon wieder? Wieso machen die nicht alle Grenzübergänge auf, das ist doch echt blöd. Wir konnten uns so ein gutes Stück sparen- danke an die nette Motorradgruppe.

 

Also wieder zurück und eine andere Möglichkeit des Grenzübertritts gefunden. Hier mußten wie ein bißchen warten, aber da es nicht so warm war, ließ es sich besser aushalten als beim letzten Mal. Nun waren wir also wieder mal in Bosnien- Herzegowina und die Landschaft war anders als in Montenegro aber auch richtig toll. In einer kleinen Stadt gab es eine Pause direkt an einem Fluß. Die Lage war top- die Berge die wir sehen konnten waren ganz spezifisch für diese Gegend, wir saßen im Schatten und der leichte Luftzug machte es sehr angenehm.

Weiter ging es. Wir kamen auf gut ausgebauten Straßen flott voran. Das Navi von Marcus führte uns auf eine kleine Strecke, die meiner Vermutung mal eine Bahnstrecke war, da dort immer wieder Schildchen mit einer Dampflok und Entfernungsangaben drauf kamen. Die nächste Pause stand an, die wir in einem verlassenen Industriekomplex machten. Hier spendete eins dieser Gebäude den nötigen Schatten.

Der letzte Grenzübergang dieses Tages war so schnell wie kein anderer bisher. MATKOVICH- eine kleine Stadt, hier kaufte ich noch schnell ein Brot für abends. In PLOCE machten wie noch eine Kaffeepause und dann ging es nur noch das Stück Küstenstraße bis MAKARSKA und wir waren zu Hause.

Damit war der Trip nach Montenegro abgeschlossen, wir waren voll mit tollen Eindrücken von Natur und Menschen, die alle sehr nett und aufgeschlossen waren. Wer deutsch konnte sprach uns auch einfach so an einer Ampel an und plauderte kurz, solange es die rote Ampel ermöglichte. Viel Polizei, noch mehr Geschwindigkeitsbeschränkungen, Landschaften die beeindruckend waren, Straßen die die ganze Aufmerksamkeit erforderten, weil so voll mit Steinen und Geröll auf ihr lagen. Wir werden hier sicher noch mal herkommen!

 

2. Mittwoch, 09.05.2018

 

Heute blieb das Motorrad stehen. Klingt komisch ist aber so. Ich hatte nicht so richtig Lust Motorrad zu fahren, nachdem wir ja die letzten Tage immer größere Touren gemacht hatten- mittlerweile waren wir über 2000km gefahren. Aber wir brachten den Tag auch so gut herum.

Marcus und Heike hatten heute Ihren letzten Tag und fuhren mit dem Auto nach MOSTAR. Somit waren Regina und ich alleine. Wir schliefen etwas länger und frühstückten ausgiebig. Dann gingen wir Müll wegbringen und einkaufen. Nach einem Kaffee beim Nachbarn fuhren wir mit dem Golf nach MAKARSKA tanken. Mittagessen und -schlaf folgten. Als wir dann beim Kaffee saßen kamen unsere Mitbewohner wieder zurück und fingen gleich an ihre Sachen zu packen, da sie gleich am nächsten Morgen abreisen wollten.

 

Wir machten uns fertig und fuhren mit dem Golf nach Split. Wir wären auch mit dem Motorrad gefahren, aber es regnete leicht. Bei der Villa Marijan parkten wir und liefen das Stück ins Zentrum. An dem Imbißstand KATUN PAULINA aßen wir etwas und dann zeigte ich Regina ein wenig das Zentrum. Wir tranken noch auf einem kleinen Platz einen Cappuccino und da der Stammtisch nicht am Hafen sein würde sondern in dem Kaffee, machten wir uns wieder auf den Weg zum Auto.

Dank Navi verging die Zeit zusammen mit HRX, BLUE und noch einem HRX schnell. Im Anschluß sollten wir noch mit zum anderen HRX kommen- dort bekamen wir noch eine Flasche selbst gemachten Weißwein, Speck und Honig geschenkt. Das war echt nett, ich hatte ihn heute auch erst das 3. Mal gesehen.

 

Für die anschließende Heimfahrt hatte ich die Küstenstraße ausgewählt. Da war nichts los und wir kamen gut voran. Als wir ca. 0:45 Uhr ankamen waren die beiden anderen schon im Bett, aber wir hatten uns ja schon vor unserer Abfahrt verabschiedet.

 

2. Donnerstag, 10.05.2018

 

Als wir aufstanden waren wir schon alleine. Da das Wetter heute noch sehr gut sein sollte, hatte ich vorgeschlagen die größere Tour zu den Wasserfällen zu machen- ROSKI SLAP. Die Strecke dahin führte uns durch folgende Zwischenziele- falls jemand mal die Strecke nachfahren will: ZAGVOZD- PRUGOVO- DRNIS- ROSKI SLAP.

Wir kamen flott voran und nach einer guten Stunde machten wir die erste Pause des Tages, diesmal gleich bei einem Cappuccino. Der Rest der Strecke führte auch über schöne Strecken und dann waren wir auch schon da. Leider sah man jetzt noch weniger als im Dezember, weil die Bäume jetzt Blätter hatten und somit die Sicht versperrten.

 

Wir durchfuhren einmal das Gebiet bis zum Aussichtspunkt. Nach kurzer Pause fuhren wir wieder zurück und hielten beim Hotel, um Mittag zu essen. Wir saßen am rauschenden Wasser und genossen die Pause und das Essen. Im Anschluß gingen wir noch ein paar Schritte, aber bis runter, so daß man die Wasserfälle richtig sehen kann, gingen wir nicht- dazu war es zu warm in unseren Sachen. Auf dem Rückweg wollte die dann von uns Geld für ein Ticket haben. Nur mit Mühe konnten wir denen klar machen, daß wir kein Ticket brauchen, weil wir hier nicht wandern wollten- wir hatten das Motorrad am Hotel (wenn man dort Gast ist ist Parken kostenlos) und nun dort wieder zurück gehen würden. Überall ziehen die einem das Geld aus der Tasche. Auch das Essen war nichts Besonderes: 6 Cevapcici mit Pommes und einer ganz kleinen Portion Aivar- für fast 10 Euro- finde ich echt übertrieben. Aber das ist wohl überall so, wo man Touristen Geld aus der Tasche ziehen kann wird es gemacht- und die müssen hier das Geld für den Winter im Sommer verdienen, im Dezember war hier alles zu.

Dann ging es weiter. Ich wollte noch probieren die Wasserfälle vielleicht von der anderen Bergseite zu sehen. Das gelang nicht, aber dafür entdeckten wir eine Insel mit einer Kirche drauf. Die konnte man gut von einem Berg sehen, die Straße mit schönen Kurven bis ans Ufer ließ ich mir dann aber auch nicht nehmen.

Aber dann ging es wieder zurück Die sehr dunklen Wolken in den Bergen drohten permanent mit

Gewitter, waren richtig dunkel. Im Wetterbericht hatte ich schon gesehen, daß wir nicht zu sehr in die Berge fahren dürften, sondern eher im Küstenbereich bleiben müßten. Die Strecke war echt geil, die Zwischenziele sollte man sich auch unbedingt merken- ROSKI SLAP- LECEVICA. Dann wäre ich bis BUDUMIR gefahren, aber bei der Gewitterfront, aus der es immer wieder blitzte und man sah auch daß es regnete- nahm ich doch lieber wieder direkten Kurs auf ZAGVOZD. Ein Pause mit Cappuccino gab es noch und einen kurzen Besuch im Supermarkt- trocken kamen wir nach Hause und hatten Glück gehabt, die Straße war naß, also hatte es kurz vorher geregnet- der Cappuccino hatte den Wolken wahrscheinlich genug Zeit gegeben sich abzuregnen- wir wären sonst wahrscheinlich in den Regen hinein gekommen.

 

2. Freitag, 12.05.2018

 

Da wir uns heute mit unseren kroatischen Freunden noch mal treffen wollten, war heute eher ein ruhiger Tag. Sandra hat am Samstag großen Bettenwechsel in ihrem Hotel und so hatten wir uns für heute Abend verabredet, 17:00 Uhr sollten wir bei ihnen in SPLIT sein.

Wir schliefen recht lange und nach einem gemütlichen Frühstück machte ich mich ohne Regina mit der Varadero auf eine kleine Tour. Ich wollte erkunden, wo der Einstieg in den Weg ist, deren Verlauf wir vom Haus aus gut erkennen und ob man ihn fahren kann. Er schien hoch in Richtung des SVETI JURE zu führen. Ich stellte bei meinem Navi mehr Detailtiefe ein und nun konnte ich auch nicht asphaltierte Wege erkennen.

 

Ich machte mich auf den Weg und gleich im nächsten Dorf war sogar ein Schild an der Straße- Wanderweg zum SVETI JURE- 4 Stunden. Ich schaute ob es hier vielleicht den Einstieg gab- aber nein, das war eindeutig nur ein Wanderpfad. Also weiter suchen. Mein Navi zeigte eine gestrichelte Linie in Richtung Berg, und wirklich- nach ca. einem Kilometer weiter auf der Straße ging die gestrichelte Linie weg von Straße und dort war auch wirklich eine Schotterstrecke. Ich bog ab und folgte dem Weg, der auch mit der Varadero gut zu fahren war. Leider kam dann schon bald eine verschlossene Schranke, so daß ich Kehrt machen mußte. Aber war schon toll, daß ich so den richtigen Weg gefunden hatte.

Ich fand dann im weiteren Verlauf meiner kleinen Solotour noch viele kleine Straßen und hatte meinen Spaß. Nach nicht ganz 2 Stunden war ich wieder zurück und wir aßen zum Mittag gebratenes Ei mit dem Speck, den wir geschenkt bekommen hatten. Noch ein kurzer Mittagsschlaf und wir machten uns auf den Weg nach SPLIT.

Dort angekommen wurden wir herzlich begrüßt und mit einem leckeren Tiramisu überrascht. Das war sehr lecker. Zu späterer Zeit gab es was zum Abendbrot und dann machten wir uns auf den Weg in die Stadt. Sandra hatte ein Aussichtskaffee/ -bar/ - … als 1. Höhepunkt ausgesucht. Die Fahrt dort hin war recht abenteuerlich, kleinste und völlig zugeparkte Straßen mit einer sehr starken Steigung- aber dank HRX Fahrkünsten fanden wir nur ein paar Meter vom Ziel sogar einen legalen Parkplatz.

Die Aussicht war genial, wir befanden uns oberhalb von Hafen und konnten auf diesen und die Altstadt hinab sehen. Wir gingen noch ein Stück spazieren- immer den Berg hinauf und die Aussicht wurde immer besser. Ich fand sehr beeindruckend wie groß hier die wild wachsenden Agaven sind. Einige hatten auch geblüht. Die Blüten waren aber schon tot, stehen geblieben war eine Art kleiner Baum, während die eigentliche Pflanze schon tot war. So groß hatte ich es noch nie gesehen.

 

Nun ging es wieder nach unten zu dem Kaffee. Wir fanden Platz und saßen so, daß wir das Hafen- und Stadtpanorama genießen konnten. Aber das abendliche Programm war noch nicht zu Ende. Als nächstes fuhren wir unten an den Hafen und besuchten dort auch einen Park. Leider war es nun schon richtig dunkel, sonst hätte man sehen können, daß die Mauer direkt an Klippen lag. Wieder gab es riesige Agaven mit ihren Blütenbäumen und sogar Kakteen. Faszinierend!

Bei den beiden wieder zu Hause angekommen gab es noch einen Schluck zu trinken und dann wir machten uns auf den Weg nach ZAGVOZD.

 

3. Sonnabend, 12.05.2018 

 

Den Tag heute hatten wir ganz für uns. Ich verlud als erstes die Varadero auf den Hänger, anschließend wurde der Golf voll gestopft. Zum Mittag gab es ein bißchen Soljanka. Unseren Kaffee bei Miro (= Romeo) ließen wir uns nicht nehmen, ich trank sogar 2 und wir besprachen noch mal, daß wir dann morgen den Schlüssel bei ihm abgeben würden. Der Rest des Nachmittags und Abends war dann mit ein bißchen Sachen packen, Brote schmieren, usw. auch schnell vorbei.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Damit war dann alles für die Rückreise vorbereitet und wir konnten am Sonntagfrüh nach Hause starten. Leider war der Urlaub schon wieder zu Ende...