ACT Rumänien 2019

Begriffserklärung: Track = Linie auf dem Navi, der man folgt. Es ist eigentlich, als wenn man auf einer Landkarte sich die zufahrende Strecke farbig markiert. Dieser folgt man dann den ganzen Tag. 

- Man kann sich so einen Track einmal selber mit speziellen Programmen oder Internetseiten erstellen. 

- Man kann aber auch das Navi die gefahrene Strecke aufzeichnen lassen und diese dann in einen Track umwandeln- eventuell noch bearbeiten. 

- Diesem Track folgt man dann- oder stellt ihn anderen Leuten zur Verfügung, die ihn sich auf ihr Navi spielen und ihm dann folgen. 

 

Dieses Jahr wollte ich nicht die Enduromania fahren sondern lieber den ACT = Adventure Country Track machen. Das ist eine Möglichkeit im Gelände auf einem Track zu fahren, den andere vorher mit Reiseenduros abgefahren sind. Anschließend wurde die Strecke über die Homepage allen zur Verfügung gestellt. Bisher gibt es Tracks in Portugal, Griechenland und Rumänien. Da Rumänien am nächsten liegt und ich mich dort schon ein wenig auskenne, sollte es dieses Land werden.

Ich startete eine Anfrage bei Twin500.net und beim Mimoto- Reisforum, ob jemand mitkommen will- alleine wollte ich mich da auch nicht ins Gelände begeben. Nur Torsten von Twin500.net sagte zu. Das paßte sehr gut, mit ihm kam ich gut aus und hatte auch schon mal mit ihm die Enduromania überstanden.

 

So ging es am Freitag dem 28.06.2019 los nach Rumänien. Für den Transfer nach Rumänien und zurück nahm ich meinen VW Bus. Um 20:00 Uhr ging es los- ungefähr zu gleichen Zeit fuhr Torsten in Dresden los. Treffen wollten wir uns auf dem 1. Rastplatz in Ungarn, weil sich dort unsere beiden Anfahrtswege kreuzten und wir ab dort zusammen weiter fahren wollten.

Plan war aber nach dem Zusammentreffen erst mal eine Runde zu schlafen. Der ging aber nicht auf, da die Parkplätze einfach zu voll waren, zu viele reisten in die gleiche Richtung! Somit fuhren wir bis hinter Budapest- erst dort fanden wir einen Platz, auf dem wir mal eine Runde schlafen konnten.

Nach 2 Stunden ging es weiter. Der Grenzübergang ARAD war leider auch schon zu früher Stunde recht voll. Dann waren wir endlich in Rumänien und weiter ging es auf der Autobahn, die leider aber immer noch nicht durchgehend bis SIBIU ist

Irgendwann muß man runter von der Bahn und dann geht es über relativ schlechte Straßen, bis die Autobahn wieder befahrbar ist. Auf diesem Stück Landstraße machten wir eine Pause bei angenehmen Temperaturen und aßen an einem Imbiß Palatschinken.

Dann ging es weiter, die Stunden vergingen. Eine Stunde verliert man bei der Fahrt nach Rumänien, da die Uhren eine Stunde weitergestellt werden. Aber am frühen Nachmittag hatten wir es geschafft und den Zeltplatz in CARTA erreicht

Kurz vor dem dem Zeltplatz hielten wir noch an einem Geldautomaten um uns mit Bargeld einzudecken. 

Auspacken, Motorräder ausladen und fahrfertig zusammen bauen- und noch eine Runde auf den Transfăgărășan- wenigstens bis zum Tunnel wollten wir kommen. Wir mußten noch nicht, ob der Paß komplett geöffnet hat, da offiziell erst am 01.07. die Eröffnung ist.

Aber wir hatten Glück, wir konnten komplett hoch fahren.

Bei einer Pause vor der Paßhöhe konnten wir im Gelände einen ausgewachsenen Braunbären sehen. Beeindruckend!

Dann ging es weiter und wie immer mußte man einen Kompromiß finden zwischen Fahrspaß und Aussicht genießen. Beides ist immer wieder geil.

Durch den Tunnel konnten wir auch durch und wie immer ist die völlig andere Landschaft auf der anderen Seite des Tunnels beeindruckend. Wir fuhren auf der Seite auch noch ein ordentliches Stück runter bis wir wieder umdrehten und diesmal die Aussicht auf Berge und Straßenverlauf neu genießen konnten- Pässe anders herum zu fahren ist meist wie einen neuen Paß zu fahren. Auch das war schön!

 

Unterwegs holten wir uns noch einen Langosch- somit war das Abendbrot für mich auch gleich abgehakt. Den Abend auf dem Zeltplatz verbrachten wir dann noch bei der Planung und dem Packen für die nächsten Tage, denn morgen sollte es ja losgehen!

Sonntag, 30.06.2019

 

Wir standen relativ früh auf und machten uns schon bald auf den Weg zu unserer ersten Unterkunft. Sie würde in der Nähe des Einstiegs zur ACT Rumänien liegen- aber bis dahin waren es noch knapp 400km. Ich hatte die Strecke als Track von kurviger.de ausrechnen lassen und somit waren an diesem Tag viele Kurven sicher.

 

Womit wir aber nicht gerechnet hatten waren die Geländeeinlagen. Für kurviger.de anscheinend ganz normale Ortsverbindungsabschnitte- für uns doch etwas überraschend. Wir kamen überall gut durch, aber die Überraschung blieb. Ein Teilstück durchs Gelände war dann auch etwas anstrengender, da es vor kurzem heftig geregnet hatte und somit der Weg feucht und mit Spurrinnen gespickt war.

Zur Mittagszeit suchten wir uns ein schattiges Plätzchen und aßen von unserem Proviant. Auf einmal lag Tostens Honda- der Boden war zu weich gewesen. Nach ca. 30 Minuten packten wir zusammen und wollten wieder aufbrechen. Kurz bevor ich meine Yamaha erreichte kippte auch die um- keine 5 Sekunden später hätte ich sie erreicht! Aber auch hier war nichts passiert- aufrichten und los ging es.

 

Nach echt schönen Strecken, teilweise fühlte man sich wie in unseren Gebirgslandschaften, kamen wir schließlich zu einer Tankstelle 4 km vor der Unterkunft, an der wir die Tanks noch mal vollmachten. Ich war beeindruckt vom Verbrauch der Tenere- nicht ganz 3,5 Liter auf 100 km und damit 3 Liter weniger als meine alte Varadero.

Bei der Unterkunft angekommen wurden wir herzlich von einer jungen Frau empfangen. Mit Hilfe der Übersetzung- App konnten wir uns soweit verständigen- welches Zimmer wir beziehen, daß wir abends hier im Haus was zu essen bekommen usw.. Später kam dann noch ihr Mann dazu, der sehr gut Englisch konnte. Zum Abendbrot waren dann auch die 2 Paare dabei, die ebenfalls Gäste in dem Haus waren- wobei wir nicht direkt im Haus waren sondern im Anbau- somit brauchten wir das ganze Geraffel nicht erst durch das ganze Haus schleppen. Nach einem leckeren 3 Gänge- Menü saßen wir später noch alle zusammen- Hausgäste, Vermieter und wir- und konnten einige Dinge auf englisch austauschen.

 

Montag, der erste Tag des ACT in Rumänien.

 

„Tag 1: START Barsana ENDE Vatra Dornei LÄNGE 240 km 

 

Beschreibung Wir starten im Barsana-Kloster in Richtung Osten, von den schönen Hügeln und Tälern des Maramures County bis nach Bucovina. Manchmal kommt die Strecke so nah an die ukrainische Grenze, dass Eure Handys sich mit dem ukrainischen Provider verbinden können, was sehr teuer werden kann, also setzt es besser in den Flugmodus! Es können euch auch Grenzpolizei in Offroad-Fahrzeugen begegnen, die sich normalerweise über ein kurzes Gespräch mit Moto-Abenteurern freuen!

Wir folgen einigen schönen Hinterlandstraßen und verlassen den Asphalt in Borsa. Der erste echte Offroad-Abschnitt führt uns entlang eines malerischen Flusses in die Wälder der Maramures-Berge. Der erste Gebirgspass im Outback wird uns mit einer fantastischen Aussicht und fantastischem Reiten belohnen. Der Untergrund ist felsig genug, um auch bei Nässe ein gutes Fahren zu gewährleisten. Eine kleine Flussüberquerung ist auch bei starkem Regen kein Problem (wie bei der Scouting-Tour).

Wir verlassen die Wälder entlang eines schönen Flusses, um den Tag auf schönen Landstraßen zu beenden, die uns über den spektakulären Berg Rarau und nach Vatra  Dornei führen. Hier ist es leicht, einen Platz für die Nacht zu finden.“ 

(Quelle: ttps://www.adventurecountrytracks.com/portfolio/act-rumaenien/?lang=de)

 

Nach einem leckeren Frühstück fragten wir den Vermieter, was er bekommt für Übernachtung mit Frühstück, Abendbrot mit 3 Gängen, Getränken und dem Schnaps- er wollte nur 20 Euro pro Person. Wir gaben ihm jeder 25- die wollte er erst gar nicht annehmen. Dann hieß es Sachen zusammen packen.

 

Wir starteten um 09:30 Uhr in unserer Pension und hielten beim ersten MIX- Markt, um unsere Getränke aufzufüllen. Dann hatten wir noch ca. 24 km bis zum Startpunkt des heutigen ersten Tracks.Der war gegenüber einem Kloster und es ging erst mal unspektakulär über ca. 60 km Straße. Wir wurden durch ewig lange Ortschaften geführt, die kein Ende nahmen. Eine Gruppe mit großen Enduros sahen wir an einer Tankstelle und 2 Tschechen mit großer GS und KTM waren noch unterwegs.

Die langen Ortsdurchfahrten machten keinen Spaß, aber wir machten Kilometer. Ohne daß wir damit gerechnet hatten war dann aber die Ortschaft zu Ende und es ging eine schlimme Holperpiste los. Leider löste sich hier ein Ratschengurt und riß mir hinten einen Blinker ab. Sch….!!!!!! Also besser befestigt das Ganze und weiter ging es. Die Tschechen hatten anscheinend den gleichen Weg und hielten kurz bei uns. Nach dem Austausch unserer Ziele machten sie sich weiter auf den Weg. Wir sahen sie bei einer Pause nach ein paar Kilometern noch mal, aber dann nicht mehr im weiteren Verlauf unserer Tour.

Nun waren wir also auf dem ACT- Track. Das Navi hatte kein Problem ihm zu folgen und die Piste wurde zwischenzeitlich etwas besser. Auch hier zerstörten die Holztransporter die Straßen und Wege, so daß sie nur mit viel Aufwand mal wieder saniert werden können.

Dann wurde es schwieriger. Der Weg wurde schmaler und steiniger. Viel steiniger. Hinzu kam eine zunehmende Steigung. Und dann wurde es richtig extrem steil. Da die Tenere nicht kürzer übersetzt ist nahm ich irgendwann den 1. Gang und ließ sie sich langsam auf der sehr steinigen Steigung empor klettern.

Das ging dann so weiter bis zum höchsten Punkt. Es wurde weniger anspruchsvoll, blieb aber sehr holperig. Wir blieben im niedrigen Geschwindigkeitsbereich und nahmen die Abfahrt. Unten wurde es weniger uneben, dafür hatten wir jetzt viele Pfützen. Wenn es da frisch geregnet hat, sind die viel mehr und auf tiefer- wir kamen ohne Probleme durch.

 

Dann kamen Häuser und schließlich immer mehr davon. Es wurde ein richtiges langes Dorf, was aber wieder kein Ende nahm- und immer noch alles Schotterpiste- es staubte und war sehr löcherig- über sehr viele Kilometer. Wie leben die Leute dort und wovon? Da kann man nicht jeden Tag auf Arbeit fahren! Kaum vorstellbar- da sollten mal alle her, die immer rumheulen, wie schlecht es uns geht und wie schlimm unsere Straßen sind!

Und dann erreichten wir wieder eine normale Straße. Mittlerweile war es 13:30 Uhr und wir machte eine Kaffeepause. 

Als wir weiter fuhren mußten wir nach ein paar hundert Metern gleich wieder ins Gelände abbiegen. Wieder waren wir auf Schotterpisten unterwegs, die aber nicht so holperig waren wie zu Beginn des Tages. Wieder waren wir lange Zeit im Gelände unterwegs. Nach einer anschließenden Fahrt auf einer Straße ging es wieder ins Gelände. Aber auf einmal stimmte der Track nicht mehr, es war keinen Weg wo der Track sein sollte. Also suchten wir uns selber einen- auf dem Navibildschirm sahen wir den eigentlichen Track und konnten so die Richtung bestimmen, in die wir fahren mußten. 

 

Wir kamen dann in den Bereich, in dem Häuser waren. Aber wie die dort mit ihren Autos hin kommen blieb ein Rätsel. Wir sahen nur kleine Geländewagen von Suzuki, und auch nur diese paßten- wenn überhaupt- auf die extrem schmalen Wege. Diese Wege hatten tiefe Spurrinnen, so daß es auch für diese Autos problematisch sein müßte lang zu kommen.

Wir waren sehr hoch und unser Track war unten im Tal. Nun suchten wir uns also einen Weg, der uns nach unten führte. Der war in sehr schlechtem Zustand- man sah, daß vor kurzem viel Regen diesen Weg so beschädigt hatte. Das Gefälle war jetzt so stark, daß echt Mühe hatten unten heil anzukommen, sicher über 30 Prozent! Wie kommen die dort mit ihren Autos hoch? Unverständlich! 

Ich nutzte aus, daß ich einen Einspritzer fuhr- und machte einfach den Killschalter aus um damit den Motor als Bremse zu nutzen. Dies war hilfreich, da das Tempo, mit dem ich die steile Abfahrt fuhr, langsamer war, als das Standgas des Motors. Wenn man beim Einspritzer das so macht hat das den Vorteil im Gegensatz zu Vergasermotoren, daß kein Benzin angesaugt wird, wenn der Motor als Bremse genutzt wird. Beim Vergasermotor würde die ganze Zeit Benzin angesaugt werden, aber nicht verbrannt- macht man dann die Zündung wieder an gibt es einen mächtigen Knall und er kann der Auspuff oder auch andere Sachen kaputt gehen.

Unten angekommen führte entlang der Straße eine ganz schmale Eisenbahnlinie- ist das die Waldeisenbahn- muß ich noch mal schauen. Nun ging es stramm in Richtung Ziel, wir hatte es mittlerweile nach 16:00 Uhr und noch immer über 80 km, also ungefähr 2 Stunden Fahrzeit- wenn nicht noch mal Gelände kommt!

Wir hatten Glück, es ging nur noch so richtig geile Straßen bis zum Ziel! Über einen tollen Paß mit top ausgebauter Straße, eine ganz kleine Straße wieder runter, die mich sehr an Südtirol erinnerte und auf der ich so richtig Spaß hatte. Aber auch die weiteren Bergfahrten waren genau mein Geschmack. 

 

Kurz vor VATRA DORNEI, unserem Ziel für heute, hielten wir an einem großen Kloster um ein paar Bilder zu machen, dann war es bis zum Hotel SILVA nur noch 5 min. und wir waren am Ziel.

Essen konnten wir gleich im Hotel und so machten wir anschließend nur noch eine kleine Runde durch das Zentrum.

 

Dienstag

 

„Tag 2: START Vatra Dornei ENDE Sighioara LÄNGE 290km

 

Beschreibung Der zweite Tag führt uns in das Herz Rumäniens, der mystischen Region von Transilvania. Wir beginnen mit einer sanften Dammfahrt entlang des Flusses und graben uns tief in die Wälder. Es erwarten uns malerische Landschaften und gut gepflegte Schotterpisten, sodass das Offroad-Fahren im Allgemeinen schneller und einfacher ist als am Vortag. Achtung: Wenn es geregnet hat, werden einige flache, erdige Abschnitte des Weges schlammig und rutschig. Das Abenteuer ist also wie immer gleich um die Ecke! 

Ein langer Tag endet in Sighisoara, einer der sieben Städte (Siebenbürgen) von Siebenbürgen, die im 12. Jahrhundert von deutschen Siedlern gegründet wurden. Sighisoara hat eine wunderschöne Altstadt und wenn ihr dort spazieren geht, werdet ihr auf das wirklich gruselige Haus stoßen, in dem Graf Dracula geboren wurde!“

(Quelle: ttps://www.adventurecountrytracks.com/portfolio/act-rumaenien/?lang=de)

 

Heute wollten wir früher los, da der Tag länger werden würde. Also Wecker so gestellt, daß wir zu Beginn des Frühstücks um 07:30 Uhr am Tisch saßen. Ich nahm nur ein bißchen Brot und Marmelade, gestern war einfach zu viel.

Dann war Sachen auf den Mopeds verstauen angesagt und 09:30 Uhr fuhren wir los. Heute ging es viel schneller ins Gelände. Im Gegensatz zu gestern hatten wir heute nicht die schlimmen Steinpisten zu Beginn sondern nasse Wege. Also naß ist übertrieben, es waren viele Pfützen, richtig viele. Meine Erfahrung im rumänischen Gelände ließen mich die Durchfahrten aber immer vorsichtig angehen, und das war auch gut so. Einmal strauchelte ich in einer ausgefahren Rinne, konnte aber die Maschine gut abfangen. Ein anderes Mal wurde die Pfütze immer tiefer- da hofft man, daß die Wattiefe reicht.

 

Nach der ersten, diesmal auch deutlich längeren Offroad- Passage holten wir in einem kleinen Dorfkonsum etwas zu trinken und diese verpackten Croissants. Dann wurden an der Tankstelle noch die Tanks gefüllt und weiter ging es.

 

Tolle neue Straße! Leider nur ganz kurz (ca. 1km) und wir waren wieder im Gelände. Wieder durch die vielen Pfützen. Und Holperpisten. Und wieder wohnten da mitten im Nirgendwo Menschen, kamen wir im Laufe des Tages durch Dörfer, die sehr abgeschnitten von der Umwelt sind. 

 

So wechselten sich dann heute immer wieder kurze Straßenstücke mit vielen längeren Offroadstrecken ab. Insgesamt hatten wir heute ungefähr genauso viel Offroadkilomter wie auf der Straße- rein gefühlsmäßig. 

Auf einmal lag ein Baum quer über dem Weg. Genau solche Situationen können den Tag versauen, denn oft genug kommt man nicht an ihm vorei und das Gelände neben ihm macht eine Umfahrung unmöglich. Aber wir hatten Glück- runter hängende Äste entfernen und da neben dem Weg eine tiefere Rinne verlief konnten wir die nutzen, denn die Höhe reichte damit um mit den Motorrädern unter dem Baum durch zu fahren. Glück gehabt!

Auf jeden Fall waren heute viele Strecken, die man mit hohen Geschwindigkeiten fahren konnte. Es fing am Vormittag an- da war eine Passage von gefühlten und geschätzten 30km, die man  mit richtig viel Speed fahren konnte. Teilweise hatte ich 110km/h drauf- auf Schotter! Torsten tat mir ein bißchen Leid, er mußte sehr viel Staub schlucken. Aber mir machte es Spaß- die Kurven konnte man im leichten Drift fahren- und wir schafften ordentlich Kilometer. In dem folgenden Dorf machten wir bei einer Pizzeria halt- mitten in der Pampa eine Pizzeria, in der es uns auch richtig gut schmeckte- und es lag wirklich nicht dran, daß die Arschbacken der süßen Bedienung ein bißchen zu sehen waren, wirklich nicht!!!

Nach der Pause ging es gleich weiter im Gelände. Den ganzen Nachmittag kamen dann hauptsächlich Strecken mit Schotter, die wir sehr flott fuhren- eigentlich für uns und unsere Motorräder am Limit. Aber nur so schafften wir Kilometer und konnten die von uns anvisierte Ankunftszeit 18:00 Uhr schaffen. Also hieß es den ganzen Nachmittag Attacke und wir zogen eine Staubspur durch Transsilvanien! Das machte eigentlich auch richtig Spaß, man mußte aber die ganze Zeit voll konzentriert bleiben- das strengt mit der Zeit mächtig an, nicht nur körperlich, auch mental.

In einer Ortschaft waren wir von dem schiefen Kirchturm beeindruckt- da fahren alle nach Italien- der hier ist auch echt schief!

Schließlich hatten wir es geschafft und kamen in SIGHIșOARA an. Das Zimmer heute ist recht klein, kein Balkon, aber für eine Nacht war das ausreichend. Nachdem wir uns frisch gemacht hatten starteten wir einen kleinen Rundgang durch die Altstadt. Die lebt ein bißchen von dem Kult um Dracula, dessen Geburtshaus hier ist. Zum Abendbrot gab es wieder Pizza und ich leistete mir einen Caipirinha, der hier bezahlbar ist und zum warmen Wetter eine schöne Erfrischung ist. 

Mittwoch

 

„Tag 3: START Sighioara ENDE Marisel LÄNGE 300 km

 

Beschreibung Der längste Tag führt uns nach Nordwesten durch Siebenbürgen in die wunderschöne Gemeinde Mărișel, hoch oben in den Apuseni-Bergen. Auf fließenden Schotterstraßen, die an trockenen Tagen ein wenig staubig werden können, die meistens einfach zu befahren sind. Haltet bei größeren Gruppen Abstand! Zur Halbzeit des Tages wird der Fluss Olt mit einer kleinen Fähre überquert, was ein charmantes Highlight darstellt. Verhandelt einen guten Preis mit der freundlichen Gypsy-Familie, die die Fähre betreibt, und ihr könnt an den alten Chris de Burgh-Song denken: „Bezahlen Sie den Fährmann nicht… bis er Sie auf die andere Seite bringt“

 

Der Weg führt durch kleine Dörfer, in denen ihr ab und zu Kontakt mit einem der vielen Hunde habt, die in Rumänien frei herumlaufen. Passt einfach gut auf, geht langsam und tretet die Hunde niemals oder attackiert sie. Die meisten sind genauso begeistert von den coolen Motorrädern wie ihr und möchten Euch nur ein wenig folgen und bellen aus reiner Aufregung. Das letzte Drittel der Strecke führt durch einige der beeindruckendsten und spektakulärsten Berglandschaften dieser ACT Tour… hoffentlich bei gutem Wetter, um die Aussicht auf dem 1200 m hohen Ziel Mărișel zu genießen.“

(Quelle: ttps://www.adventurecountrytracks.com/portfolio/act-rumaenien/?lang=de)

 

Da wir heute den längsten Tag vor uns haben, nutzten wir die frühe Möglichkeit (7:00Uhr) des Frühstücks und saßen somit schon 08:15 Uhr auf unseren Motorrädern. Dann ging es schon bald auf Schotter weiter. Der war flott zu fahren und das Stück auch nicht so lang. Dann folgte ein langes Stück Straße- wir hatten bei unserer 1. Pause schon 70km geschafft, wovon 95% Straße gewesen waren.

Wir holten unsere Regenbekleidung in Reichweite, denn das angekündigte Gewitter war schon deutlich zu sehen. Praktischerweise erwischte es uns genau in dem Moment, als wir kurz vorher an einem kleinen Supermarkt vorbei gekommen waren. Also zurück, dort Gebäck und Cola gekauft und dort auch gleich gegessen. Nach 30 Minuten war das Unwetter vorbei und wir machten uns bei leichtem Nieselregen wieder auf den Weg, der aber nach 10 Minuten aufgehört hatte. Also Regensachen ausgezogen- die brauchten wir den Rest des Tages auch nicht mehr.

Bei angenehmen Temperaturen machten wir uns also wieder auf den Weg und kamen an einen weiteren Einstieg, vom dem es im Gelände weiter gehen sollte. Aber was war das? Kaum verließ ich den Asphalt, schlingerte meine Tenere wie wild und ich mußte mich bemühen, daß sie nicht zu Fall kam. Man war das glitschig. Langsam versuchten wir weiter zu fahren- aber das war echt schwierig- der Hinterrad drehte die ganze Zeit durch und das Vorderrad nahm auch nicht die Richtung auf die ich vorgab.

Nach ca. 100m machten wir stop und einigten uns, daß wir hier nicht weiter fahren würden. Torsten versuchte aber doch noch ein paar Meter und wurde gleich bestraft- als ich mich zu ihm nach dem Absteigen umdreht lag er auf dem Weg. Gemeinsam stellten wir die Afrika Twin wieder aufrecht und es wollte noch ein paar Meter weiter um dann umzudrehen. Ich machte ihn darauf aufmerksam, daß sein Vorderrad steht. Er überprüfte, ob der Bremshebel vom Umkippen vielleicht noch verstellt ist. Aber war nicht- er hatte soviel klebrigen Schlamm zwischen Reifen und Schutzblech aufgesammelt, daß sich sein Vorderrad nicht mehr drehen konnte. Also versuchte er weiter bis zu nächsten Pfütze mit dem stehenden Vorderrad zu kommen, um dort vielleicht ein bißchen vom Schlamm abgewaschen zu bekommen. Aber der Plan ging nicht auf. Also umdrehen- nicht so einfach mit blockierten Vorderrad.

 

 

Aber irgendwie klappte es und dann machten wir uns beide zurück auf die Straße, die wir auch ohne Problem erreichten. Dann also bis zum nächsten Wegpunkt auf der Straße! Dort kamen wir wieder auf den Track und konnten den Rest des Tages diesem auch ohne Probleme folgen.

 

Der Track führte uns zu einer Fähre, die ohne Motor auskam und durch einen Mann mit artistischer Fähigkeit angetrieben wurde. 

Der Rest des Tages war dann hauptsächlich über schöne kleine Straßen- Schotter gab es auch noch, aber viel weniger als am Vortag und recht einfach zu fahren.

Trotzdem es heute die längste Strecke war, kamen wir zeitig am Ziel an- gegen 17:00 Uhr. Die Bedienung war sehr nett- sie zeigte uns unser großes Zimmer- für 5 Personen! Die Motorräder konnten wir auf dem Gelände umzäunt abstellen. Für 19:00 Uhr meldeten wir uns zum Abendbrot an. In der Zwischenzeit machten wir uns frisch und ich ein kleines Schläfchen.

Zum Abendbrot gab es leckeren Hühnersuppe, Salat und Gulasch. Als Rotwein bekam ich selbstgemachten Johannisbeerwein- der war lecker!

Nach dem Abendbrot setzten wir uns noch auf die Terrasse hinter dem Haus im 1. OG und genossen den Sonnenuntergang.

 

Donnerstag

 

„Tag 4: START Marisel ENDE Sugag, Transalpina LÄNGE 270 km

 

Beschreibung Dieser Tag hat einen Hauch von “Entspannung” vor dem großen Finale! 270 km gut ausgebaute On / Offroad-Abschnitte, meist einfach zu befahren. Das Hochland um Mărișel ist an einem sonnigen Morgen äußerst schön. Ebenso führt der Weg wieder in den Wald hinein und stößt bald auf einen Fluss, der entweder zweimal überquert werden kann oder auf der Schotterstraße entlang gefahren werden kann. Wir folgen dem Weg nach Süden mit einem spektakulären Blick auf den Bergrücken, wo der letzte Tag stattfinden wird.

 

Am Nachmittag führt der Weg nach Westen durch die Stadt Alba Iulia, zuerst auf einer schnellen Überlandstraße, dann auf winzigen Landstraßen und Offroad- Strassen Richtung Süden und Osten. Der Tag endet in oder um die Stadt Sugag, am Eingang einer der besten Bergstraßen überhaupt: der Transalpina.“

(Quelle: ttps://www.adventurecountrytracks.com/portfolio/act-rumaenien/?lang=de)

 

Heute ging es um 08:45 Uhr los. Die Wirtin verabschiedete uns, nachdem sie uns noch ein Frühstück gemacht hatte.

Wir fuhren ein paar Kilometer auf Asphalt, dann ging es schon ins Gelände. Es waren keine anspruchsvollen Pisten, aber auch nicht solche, auf denen wir mit Highspeed drüber fliegen konnten. 

Da wir gestern nicht mehr vor der Ankunft getankt hatten, hofften wir, daß die nächste Tankstelle kommt, bevor die Afrika Twin von Torsten leer ist. Wie gut daß wir gestern erst nach dem 1. Offroadstück getankt hatten- so reichte der Sprit, denn nach ca. 50km kam die erste Tankstelle und wir waren wieder auf Asphalt unterwegs. An der Tankstelle half ich noch einer rumänischen Schönheit den Tankdeckel zu öffnen- sie drehte immer falsch herum… Dann ging es weiter. Wir fuhren auf kleinen und auch wieder kleinsten Straßen, die auch mal in unbefestigte Wege übergingen. Insgesamt aber war es heute abwechslungsreich und machte etwas mehr Spaß als am Vortag.

Pausen waren heute in einem Dorf auf einer Schotterpiste- da gab es Kaffee und Cola, Mittag an einem Fluß, wo wir unseren mitgeführten Proviant (Bifi und Brötchen) nahmen. 

 

Vom Track wichen wir in einer Stadt ab, als wir einen sehr hohen Schornstein oberhalb der Stadt auf einem Berg sahen. Dort wollten wir hoch. Nach kurzer Suche fanden wir die Auffahrt. Vorher mußten wir noch einer extrem hübschen jungen Frau (14- 18- man weiß es nie) für ein Selfie herhalten. Wir waren so überrascht, daß wir nicht darauf kamen und mit ihr eins zu machen- Schade! Die Auffahrt selber war dann nicht so leicht, da die Straße gerade gemacht wurde. Sie waren aber noch am Anfang und damit war dort alles nur mit sehr groben Schotter aufgeschüttet- also mal eine unplanmäßige Geländeeinlage. Oben angekommen waren wir beeindruckt von der Höhe der Schornsteins. Es hatte sich echt gelohnt dort hoch zu fahren!

Ausgangs von SEBES machten wir eine etwas längere Pause. Die Gaststätte hatte ihre Außensitzplätze zwischen 2 Gebäuden- dort wehte ein kräftiger- aber frischer Wind, der die Pause in erstaunlich niedriger Temperatur zu einem Highlight machte. Nach Kaffee, Cola und Palatschinken ging es weiter auf die letzten 60km.

Im Hotel angekommen waren wir begeistert von der tollen Anlage. Ein echter Höhepunkt der Reise, genau richtig für die letzte Nacht auf unserer Rundreise. Das Zimmer in Topausstattung, leckeres Essen, alles sauber und tolle Gesamtanlage. Allerdings sollte man, wenn man ein Zimmer nach hinten hat, was kein Fenster hat (nur Terrasse mit Minidachluke) darauf achten, daß man sich erklären läßt wie die Klimaanlage angeht, sonst ist es nachts viel zu warm im Zimmer- weil man nicht lüften kann.

Freitag

 

„Tag 5 START Sugag, Transalpina ENDE Top of Transfagarasan LÄNGE 270 km

 

 

Beschreibung Finale! Noch einmal hoffen wir, dass Ihr einen sonnigen Morgen haben werdet, wenn ihr den extrem griffigen Asphalt der Transalpina hinauffahrt, der den Oasa-See und seinen Damm berührt und zum höchsten Pass der südlichen Karpaten führt, dem Pasul Urdele auf 2145 m. Ihr könnt dorthin gehen und die Aussicht geniessen, aber die ACT Strecke verlässt die Transalpina einige Kilometer zuvor, um einer der spektakulärsten und landschaftlich schönsten Landstraßen Rumäniens zu folgen: der Strada Strategica.

 

Die Strategica ist eine alte Militärpiste aus dem 2. Weltkrieg, die Euch fantastische Fahr- und Panoramablicke bietet. Nicht weit nach dem Verlassen des Transalpina findet ihr eine Wiese, die oft rutschig ist. Seid also vorsichtig. Nicht lange danach habt Ihr zu Eurer Linken einen herrlichen Blick auf einen See. Die Straße führt in östliche Richtung und bei km 23 habt Ihr die Wahl: Wenn ihr eine Herausforderung haben möchtet und das Wetter trocken ist, fahrt einfach auf der Strategica weiter. Allerdings wird die Strecke ab dort schwieriger, und führt über Bergrücken mit vielen Auswaschungen, die Offroad-Erfahrung und Mut erfordern. Alle anderen biegen an der Kreuzung km 23 rechts ab und verlassen die Strategica über die einfache Ausfahrt durch die Wälder und das Dorf Ciungetu. Beide Optionen führen Euch zurück zu der Straße, die nach Valea Măceşului und Voineasa führt.

 

Von Voineasa aus führt die Strecke zu einem absoluten Highlight im Gelände, denn sie führt über einen 40 Kilometer langen Feldweg, der teilweise steinig ist und schwer befahren werden kann. Erstaunliche Aussichten bieten sich, da die Straße entlang eines wilden Flusses verläuft. Schließlich führt die Strecke aber in grüne Wälder und zurück in die Zivilisation. Und zum Schluss kommt eine der besten Bergstraße aller Zeiten, wie sie von vielen genannt wird: die Transfagarasan Strasse. Von oben sieht es eher wie eine Rennstrecke aus, mit löffelförmigen Haarnadeln, die extrem fließend sind und spektakulär in den Berg gehauen wurden. An seinem höchsten Punkt, kurz vor dem Tunnel, biegt der Weg links ab zum Lac Balea. Ein Ort, an dem Rumänien wie Norwegen aussieht. Und dann ist es nur noch ein kleiner Schritt, und ihr seid am Ende dieser ACT-Strecke, mit einem atemberaubenden Blick auf die Straße, die Euch hierher und wieder zurück in das Land führt, in dem ihr 5 Tage unvergessliches Fahrerlebnis hattet.“

(Quelle: ttps://www.adventurecountrytracks.com/portfolio/act-rumaenien/?lang=de)

 

Plan heute war nicht mehr dem Track des ACT zu folgen sondern die beiden Pässe TRANSALPINA und TRANSFARAGASAN auf der Straße in Angriff zu nehmen. Klar war auch das würde keine Kaffeefahrt werden- 380km mit den beiden hohen Pässen waren eine Ansage. Letztendlich waren wir dann auch 10 Stunden unterwegs, davon ca. 45 Minuten Mittagspause und 15 Minuten für einen Kaffeestop.

Früh ging es 08:15 Uhr los. Wir waren auf der TRANSALPINA erst mal alleine unterwegs. Gestartet waren wir in SUGEG, mehr oder weniger ein Startpunkt für diese tolle Straße. 2016 war ich die schon einmal in anderer Richtung gefahren. Wir gewannen immer mehr an Höhe, hatten schnell die 1000m überschritten. Dann wechselte die Straße- bisher war sie wie in den Alpen gewesen mit viel Wald neben der Straße und normalen Kurven. Aber dann wurde es extrem kurvig- eine Spitzkehre folgte der anderen- eine spitze Kurve auf die andere. Und das unzählige Male- mittlerweile hatten wir die Baumgrenze erreicht und hielten für einen Foto Stop.

 

Dann ging es weiter, wieder durch die Wälder. In einer Kurve warnte uns ein Motoradfahrer. Man sah auf der Straße einen dunklen Fleck und Kratzer. Sein Kumpel stand ein paar Meter weiter unten- das Motorrad war dort gestürzt, ob wegen dem Fleck oder hatte er ihn gemacht?- keine Ahnung, es war auf alle Fälle alles ok. 

Weiter ging es. Immer mehr Höhe und immer wieder schöne Panoramen- die Straße ist einfach geil! Schließlich hatte wir über 100km hinter uns und tankten am anderen Ende der Paßstraße voll.

 

Dann mußten wir einmal quer rüber zum Transfăgărășa. Dazu fuhren wir auf einer großen Straße, die auch nach Bukarest führte. Die war entsprechend sehr voll, aber mit den Motorrädern kamen wir ganz gut an LKW und Autos vorbei. Irgendwann war Stau- an dem mogelten wir uns aber vorbei- eine Baustelle, locker eine Stunde gespart. Von anderer Richtung her war der Stau um ein Vielfaches länger.

Die Straße selber war abgesehen von den ewig langen Ortschaften auch recht abwechslungsreich. Schließlich hatten wir es geschafft und bogen in Richtung Norden ab. Nach einer Stadtdurchfahrt durch CURTEA DE ARGEș, die gefühlt ewig dauerte- und anschließenden langen Ortschaften- waren wir dann endlich 15:00 Uhr an der Gaststätte, bei der ich schon mehrfach war, auch mit Regina. Sie heißt: CAZARE CORBENI PENSIUNEA MERIDIAN, ist nicht nur Gaststätte sondern auch Pension, bietet sich also auch für eine Übernachtung an, bevor oder nachdem man den TRANSFARAGASAN nimmt. Hier machten wir eine längere Pause bei leckerem Essen und einem anschließenden Kaffee.

 

Im Anschluß waren dann noch die gut 100km TRANSFARAGASAN vor uns. Wir ließen die Motorräder ordentlich fliegen, trotzdem zog es sich. Ein paar Fotostops machten wir natürlich auch. 

Und dann war noch ein Ereignis- es saß ein Braunbär am Straßenrand! Ich dachte ich traue meinen Augen nicht, aber es war ein richtiger Bär. Der saß da auf seinem Po und ein Bus hatte vor ihm haltgemacht. Er hatte ein dickes gelbes Halsband um, wahrscheinlich war er irgendwo ausgebüchst. Aber trotzdem- wenn der auf einmal auf der Straße steht…

Wir kamen auf jeden Fall gut durch und auch die restliche Strecke hatten wir gut gemeistert, kamen heil auf dem Zeltplatz in Carta/ Kerz an, auf dem unsere Busse standen. Damit war die Rundreise auch schon wieder vorbei- etwas über 2000km hatten wir hier insgesamt zurück gelegt.

 

Rückfahrt

 

Samstag sollte es wieder zurück gehen. Torsten schloß sich meinem Plan an und so starteten wir erst nachmittags 13:30 Uhr deutscher Zeit (Rumäninien + 1h). Somit wäre ich gegen Mitternacht in der Nähe von Wien und könnte dort, wenn nötig, ein paar Stunden schlafen. 

Die Grenze zu Ungarn war wieder recht voll, ca. 45 Minuten brauchten wir mindestens um sie zu passieren.

Schlafen auf Höhe Wien brauchte ich nicht. Ich könnte nächste Mal auch noch eine Stunde später starten, wenn ich dort schlafen will- so war es erst 22:30 Uhr, als ich in Wien war. Also fuhr ich durch und war kurz vor 04.00 Uhr zu Hause.

 

Damit war ein sehr toller Urlaub vorbei- es war kein klassischer Erholungsurlaub, aber wir hatten so viel Spaß und Sachen erlebt, gerne wieder und gerne mit Torsten, mit dem das alles so problemlos war. 

 

Zusammenfassung

 

Ein toller Urlaub! Kein Erholungsurlaub- aber angenehm anstrengend mit vielen neuen Eindrücken. Eigentlich so viele Eindrücke, daß man das noch mal machen muß. Jetzt weiß ich was mich erwartet und könnte damit die Tage etwas entspannter angehen. 

Jetzt weiß ich wo man tanken kann, wie schwer die Strecken sind. Sie waren technisch nicht herausfordernd, wenn man schon mal die Enduromania gefahren ist und dort Spaß hatte. Sicherlich sieht es anders aus, wenn es kurz vorher geregnet hat. Auch kann es sein, daß sich die Natur so verändert hat, daß die eine oder andere Stelle dann nicht mehr so leicht zu passieren ist. Wir hatten einen Baum der umgekippt war und unseren Weg versperrte- aber wir hatten Glück und dadurch, daß neben dem Weg gleich ein kleiner Graben war konnten wir den nehmen und gewannen so die nötige Höhe, um unter dem Baum durchfahren zu können.

Als bekennender im Sitzen-Fahrender muß ich nun gestehen, daß ich dort noch nie so viel im Stehen gefahren bin wie sonst. Aber den ganzen Tag die Holperpisten sind sogar für mich zu viel gewesen- hätte ich die breiteren Fußrasten dran gehabt, wäre es noch mehr Zeit im Stehen geworden.

Dringend empfehlen würde ich auch jedem Fußrasten ohne Gummis zu verwenden- der Matsch ist dort so schmierig- mit Gummi gab es kein Halten mehr- ich habe sie dann auch abgeschraubt!

 

Die Mopeds:

 

Torsten: 

 

- Honda Afrika Twin 750- ordentlich höher gelegt, da auch er 1,98m hoch ist. 

- Topcase aus Metall, Gepäckrolle

- Garmin 396 

- Reifen Mitas C 02. Diese hatten schon einmal die Enduromania hinter sich- aber da hatten sie praktisch keinen Verschleiß. Auch die über 2000km unserer aktuellen Tour haben sie sehr gut überstanden- wir haben es auf Schotter, aber auch auf der Straße teilweise echt fliegen lassen- mittlerweile dürften sie auf der Straße besser gehen als im Gelände, aber sie haben trotzdem noch ca. 10mm Profil.

 

Ich: 

- Yamaha XT 660 Z Tenere- Einspritzer. 

- Alles im Serienzustand außer Lenkererhöhung. 

- Außerdem habe ich den kleinen Zubehörmotorschutz mit einem Kunststoffteil erweitert, so daß die Wasserpumpe auch geschützt ist. 

- Die originalen Fußrasten kann man nutzen- allerdings drückt es bei der Nutzung normaler Stiefel mit der Zeit- breitere Fußrasten oder Endurostiefel wären angebracht. Auf alle Fälle sollten die Gummis entfernt werden können.

- Garmin E Trex 30

- Kunststofftopcase, Gepäckrolle

 

 

Unterkünfte: gebucht habe ich alles vor der Reise über Booking.com- hier die Links, in der Reihenfolge wie wir die Hotels besucht haben:

 

- https://www.acasainmaramures.ro/

- https://www.hotelsilvadorna.ro/hotel/

- https://www.hotelclaudiu.ro/index.html

- Hostel Alpin Marisel

- https://perlamartiniei.ro/despre-noi/

 

Noch einmal? Gerne- auch wenn ich am ersten Tag sagte- noch mal brauch ich das Gehoppel nicht. Aber es machte an den folgenden Tagen doch so viel Spaß- also wenn sich welche finden die das mal machen wollen- ich wäre wieder dabei, gerne wieder als Tourenguide.