Soljanka

Sie begleitet mich schon seit meiner Kindheit. Bei jedem Besuch einer Gaststätte wollte ich diese Suppe. Es war auch interessant, sie schmeckte überall anders. Es gibt sehr viele Rezepte, in der DDR wurden in den Gaststätten auch gerne die Bratenreste verarbeitet, so daß meist eine ordentlich Fleischeinlage in der Suppe war.

Irgendwann bekamen wir dann mal ein Rezept, daß seit dem in unserer Familie gekocht wird. Ich habe in der Vergangenheit nur das Suppenfleisch vom Rind durch Fleischhähnchen ersetzt.

Die Suppe wurde sie von mir schon zu einigen Events mitgebracht und kam immer gut an. Da sie sich in den Schraubgläsern von den Gurken und Paprika super einwecken läßt, blockieren größere Vorräte auch nicht den Frostschrank. Dadurch läßt sie sich auch gut über lange Strecken im Hochsommer transportieren- im Urlaub haben wir meist ein paar Gläser dabei. Aber auch zu den Treffen des Forums Twin500.net ist sie willkommen und übrig geblieben ist noch nichts.

 

Hier mal das Rezept- die Menge sind für ca. 8 -10 l fertige Suppe, reichte für unsere Motorradtreffen gut aus, für familientaugliche Mengen an Suppe Mengen halbieren:

 

2 Fleischhähnchen (oder vergleichbare Menge an Suppenfleisch) mit Zwiebeln kochen, mit Salz und Pfeffer würzen. In der Zwischenzeit ein bis 2 Fleischwürste (ca. 750- 1000 g, noch besser Jagdwurst), 2 große Gläser Saure Gurken und gleiche Menge Paprika (im Glas, heißt manchmal auch Tomatenpaprika) in kleine Würfel oder Streifen schneiden.

Wenn Hühner fertig- Fleisch vom Knochen lösen und in kleine Stücken schneiden. In die Fleischbrühe alle geschnittenen Zutaten geben, aufkochen lassen. 3 bis 4 Päckchen passierte Tomaten (oder 2-3 Liter Tomatensaft) dazu, nach Belieben kann man auch noch von seinem Lieblingsketschup etwas dazu geben- halt so tomatig machen wie man es mag. Aufkochen lassen und wenn es hinter her in den Gläsern konserviert werden soll mind. 20 min leicht köcheln lassen.

Nun alles abschmecken: Salz, Pfeffer, viel süßer Paprika, scharfen Paprika/ Chili für die Schärfe, - wenn es zu sauer ist mit süßer Sahne „reparieren“.

Serviert wird mit einer mittig plazierten Scheibe Zitrone, darauf ein Blub saurer Sahne, dazu ein Bröttchen oder Baguette. Wir haben aber auch schon Kartoffeln dazu gegessen- nimmt ein bißchen die Säure und man hat eine vollwertige Mahlzeit, dann braucht man nicht extra Brot/ Bröttchen dazu.

Fertig

Kann man auch gut Reste von Braten oder Wurstresten verarbeiten. Mit Bratwurst = Bratwurstsoljanka- habe auch schon anstatt des Fleisches/ der Wurst einfach Fisch (z.B. Rotbarsch, tiefgefroren) genommen und hatte dann eine Fischsoljanka.

Zum Konservieren der Suppe nimmt man die Gläser der Gurke und Paprika- wenn sie fertig gekocht ist die heiße Suppe in die Gläser füllen (ziemlich voll machen und Gewinde nach dem Einfüllen säubern), fest verschrauben. Hält sich locker ein Jahr (ich stelle die Gläser kühl)- bei mir halten die Gläser meist kein Jahr, da dann schon alles aufgegessen.